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Ihre Ansprechpartnerin

 Für Ihre Fragen und weitere Auskünfte oder Anregungen zum Thema Datenschutz steht Ihnen gerne zur Verfügung:

Rebecca Sattler
Idente Jugend Deutschland
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Hi, mein Name ist Felix und ich war im letzten Jahr Teilnehmer des Jugendfestivals. diese Veranstaltung wurde für mich geprägt durch neue, ereignungsreiche und schöne Erfahrungen. Das Festival war positiv ungewöhnlich: Im Klartext bedeutet dies, dass in einer familiären Atmosphäre gemeinsam musiziert und geplant wurde. In den verschiedenen Workshops geht es aber nicht nur um Musik. In Gruppenarbeiten wirst du überrascht sein, wie sehr deine verschiedenen Stärken hervorgehoben und gefördert werden. Wenn du also Interesse daran hast, verborgene Fähigkeiten zu entdecken, neue Erfahrungen zu machen und Menschen aus unterschiedlichen Ländern kennen zu lernen, dann solltest du dich schnellstmöglich anmelden.
– Felix –

Zurzeit arbeiten wir an dem Projekt WeltJugendParlament zum Thema Vergebung und bereiten uns auf das internationale Treffen im August in China vor. Wir planen auch Projektwochen und Workshops an Schulen durchzuführen.

Das nächste Internationale Treffen des Weltjugendparlaments findet dieses Jahr in Peking statt. Dort werden alle Beiträge aus den Ländergruppen zu einem Abschlussdokument zusammengeführt und öffentlich vorgetragen. Das Thema mit dem sich die Teilnehmer befasst haben, ist: Zwischenmenschliche Beziehungen - Vergebung.

Zum Anmeldeformular

 

Programm

Sonntag, 6. August
Ankunft der Delegationen und Unterbringung

Montag, 7. August
Vormittag: Einführungsversammlung, Methodologie (alle zusammen)
Nachmittag: Lesen des Entwurfs und Kommissionen (in Sälen)
Abend: WYP in art

Dienstag, 8. August
Vormittag: Kommissionen (in Sälen)
Nachmittag: Vollversammlung (alle zusammen)
Abend: WYP in art

Mittwoch, 9. August
Vormittag: Vollversammlung, Präsentation des Manifests
Nachmittag: Tourismus
Abend: Tourismus

Donnerstag, 10. August
Tourismus
Abend: Rückkehr zur Unterbringung

Freitag, 11. August
Abreisen

 

Unterbringung

Fltrp International Convention Centre (Beijing, China)
Lucheng, Daxing District, Beijing 102612, China
http://www.wyshyzx.com/ 

Kosten

140 €

enthält: Verpflegung (vom 6.8. abends bis 11.8. morgens), Übernachtung, KIT, Stadttour (innerhalb des Programms), Transport in Peking

enthält nicht: Reisekosten, Visum, zusätzliche Stadtbesuche (außerhalb des Programms)

Eine Gruppe von Studenten der Universität Potsdam trifft sich regelmäßig in Griebnitzsee.

In den Semesterferien sind unregelmäßige Treffen geplant.

Studierst du auch in Potsdam oder wohnst dort? Dann kannst du dich uns gerne anschließen.

“...Forgiveness never refers to the action committed. We do not forgive a crime. You cannot forgive the killing of a person, nor the injustice that arises from infidelity, lies, theft, contempt, etc. (...) Forgiveness is not attributed to the crime. When you ask the question: would you forgive the killing of your brother? the rape of your sister? The instinctive response is "No". "Well, you're right, you cannot and should not forgive that, ever." That would be to accept evil, to approve of evil. This is not a minor issue, but it is essential to begin with a discourse able to heal the hearts of people (...) the offense, whatever this may be, is just an excuse to start the reflection. But we are interested, first of all, in the person - the victim, who has suffered, who has the right to be happy, and then also the culprit, who must find once again in himself his own humanity”.
University of Forgiveness,“Forgiveness: answer and strategy in the interpersonal relationships”, Seminar 18.10.2014.

“A second aspect: forgiveness is a gift that I give to myself. I take care of my wound, I do not want those who did me wrong long ago (an hour ago, a month, a year or several years ago) continue to dominate my life. In this case, I am treating myself as a person, who has suffered a wrong or negative relationship with another or with others, but who wants to find balance, peace, freedom. Even when the offender is asked to forgive himself (...) we insist that you learn to separate his true personality from his mistake. To forgive oneself is not to absolve oneself, but to assume with sincerity one’s own mistake, aware that this is not the final horizon of one’s life. A third aspect: if I reflect on what has happened, I certainly have someone in front of me, who made me suffer. It does not matter if I know him, if I had some connection with him. I do not care about knowing whether I will ever be reconciled with him. This will be an altogether different process. At the moment, I think of him in a virtual way, in my mind, in my imagination. Let's start with the initial and just feeling of rejection. But it is important to get to ask: "Why?”
University of Forgiveness,“Forgiveness: answer and strategy in the interpersonal relationships”, Seminar 18.10.2014.

Idente Jugend Deutschland
Französische Str. 34
10117 Berlin-Mitte
Tel.: 030/521 31 648
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Ansprechpartner: Susanne König

Internationales Büro der Idente Jugend
Via Aurelia 773
Rom, Italien
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Ansprechpartner: Luján González
www.identeyouth.org

Idente Jugend USA:
www.identeyouth.us

Im Sommer 2012 bin ich für zwei Monate als Freiwillige der Missionare Identes nach Ecuador gegangen. Die Idee an einem Freiwilligendienst teilzunehmen, kam relativ spontan, weil ich meine Semesterferien sinnvoll nutzen wollte und als ich im Februar von einer Missionarin zu einer Informationsveranstaltung eingeladen wurde, stand mein Entschluss sehr bald fest, dass ich für einige Zeit ins Ausland gehe und dort vor allem Englisch unterrichten möchte.

 

So kam ich Mitte Juli nach einer 24-stündigen Reise etwas erschöpft, aber mit allen Gepäckstücken im Flughafen von Quito an und wurde von zwei Missionarinnen abgeholt. Nach zwei Tagen der Gewöhnung an die neue Umgebung ging es von der in 3000 m hoch liegenden Hauptstadt, noch mal 1000 m höher, in ein Dorf namens Huayrapungo. Schon die Fahrt dorthin war abenteuerlich, denn wir waren in einem Laster unterwegs, im hinteren Teil versteht sich.  Mit den insgesamt acht anderen Freiwilligen verbrachte ich eine Woche in diesem Dorf. Weil es vor allem nachts doch ziemlich kalt war, haben wir in einem Klassenraum in Zelten geschlafen. Tagsüber haben wir die Kinder in Mathe und Spanisch unterrichtet, aber auch einige Spiele, Bastelarbeiten und Lieder mit ihnen gemacht. Nach dem Mittag haben wir immer die Familien besucht, uns unterhalten, sie zu den Veranstaltungen eingeladen. Diese Familienbesuche waren sehr interessant für mich, weil die Leute in dem Dorf sehr einfach und auch abgelegen leben, sodass wir meistens ein paar Stunden unterwegs waren, um 2-4 Familien zu besuchen. Am Abend hat sich die ganze Gemeinde noch mal mit uns in der Kapelle getroffen und wir hatten Gelegenheit ein wenig in Kleingruppen vom Evangelium zu sprechen. Mit diesem Tagesprogramm ging die Woche sehr schnell vorbei. Die Dankbarkeit der Leute war überwältigend und obwohl sie selbst so wenig hatten, ließen sie es sich nicht nehmen, uns reichlich zu beschenken, mit dem was sie hatten: Eier, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Wasser. Dann ging es für wenige Tage zurück nach Quito, denn schon wartete das nächste Projekt auf mich: die Mission Idente Ecuador. Wesentlich komfortabler durfte ich diesmal im Reisebus die elfstündige Reise von Quito in den Süden Ecuadors nach Loja auf mich nehmen. In Loja angekommen, wurden die über 250 jungen Freiwilligen in Kleingruppen aufgeteilt und in Dörfer in ganz Ecuador ausgesendet. Mit sieben weiteren Freiwilligen kam ich in ein Dorf namens La Tingue. Dort hatten wir die Möglichkeit, sowohl in der Grund- als auch in der weiterführenden Schule Workshops für die Kinder und Jugendlichen anzubieten. Ein besonderer Moment für mich in dieser Zeit war, dass ich vor einer Gruppe von Lehrern meinen ersten Vortrag auf Spanisch halten konnte. Auch in diesem Dorf fiel mir besonders die Gastfreundlichkeit der Einwohner auf. So hat uns eine Frau für die Woche ihr Haus überlassen, dass wir darin übernachten konnten und hat in der Zeit bei ihrer Mutter übernachtet. Außerdem haben die Bewohner am letzten Tag für uns ein Schwein geschlachtet und uns zum Essen eingeladen.

Zurück in Quito ging es dann nicht mehr ganz so abenteuerlich, aber trotzdem nicht weniger spannend zu. Denn dann unterrichtete ich Englisch an einer Schule. Zur Schule sind wir im Auto gefahren und mussten 6 Uhr das Haus verlassen. Da wir meist sieben Leute im Auto waren, war mein Lieblingsplatz sehr bald der geräumige Kofferraum. Die ersten zwei Wochen gab ich einen Vorkurs für Kinder und Jugendliche, weil noch Ferien waren. In der Schulzeit durfte ich dann einen Englischlehrer vertreten und hatte 40 erwartungsvolle Gesichter mir gegenüber zu sitzen. Das Unterrichten hat mir viel Freude bereitet. In den Freistunden und nach dem Unterricht hatte ich außerdem die Möglichkeit im Sekretariat auszuhelfen.

Auch an den Wochenenden in Quito kam keine Langeweile auf. Samstags Vormittag sind wir in ein Krankenhaus für Dermatologie gegangen. In diesem Krankenhaus finden vor allem die Leprakranken eine Unterkunft. Einige Betroffene leben schon über 60 Jahre auf dem Krankenhausgelände und haben kaum die Möglichkeit das Gelände zu verlassen. Damit die Kranken aus ihrem Alltagstrott herauskommen, gestalten Freiwillige regelmäßig für einige Stunden  ein Programm für sie. Es wird gespielt, gebastelt, gerätselt, geredet. Es ist wichtig, dass die Betroffenen in dieser Zeit auch ein bisschen gefordert werden, damit sie aus sich herauskommen und ihre grauen Zellen ein wenig anstrengen können. Für die Bewohner des Krankenhauses war unser Kommen immer einer der Lichtblicke der Woche. Auch ich habe von diesen Veranstaltungen viel mitgenommen. Ich habe ein wenig von mir mit den anderen geteilt und dafür so viel mehr an Freude und Dankbarkeit zurück erhalten.

Ich habe in dieser Zeit in Ecuador unglaublich viele Erfahrungen und Eindrücke gesammelt und bin unendlich dankbar dafür, diese Möglichkeit bekommen zu haben. In dieser Zeit habe ich nicht nur mein Spanisch verbessert und ein mir bis dahin fremdes Land kennen gelernt, sondern meine Probleme wurden in dieser Zeit auch in anderes Licht gerückt und fast unbedeutend, im Vergleich zu den Schicksalen anderer Menschen. Ein Freiwilligendienst im Ausland, egal in welches Land, hilft dabei in vielen Aspekten seinen Horizont zu erweitern.

 

Alles begann mit dem ersten Informationstreffen bei den Missionaren Identes in Berlin.

Mein Interesse war sofort geweckt und ich war hingerissen von dem Gedanken nach Indien zu reisen, das erste Mal Europa zu verlassen und ein exotisches Abenteuer zu erleben.

Nach vielen Vorbereitungen und Treffen mit den Missionaren, flog ich am 2. August von Berlin nach Kochi, Kerala „Gods own country“.

Die Luft war schwer, nass und sehr warm, obwohl es ein wenig regnete – es war Monsoonzeit.

Ich wurde von zwei Schwestern mit dem Taxi vom Flughafen abgeholt und auf der Fahrt zum Haus konnte ich meine Augen nicht genug aufreißen. Ich wollte alle Eindrücke, Sonderbarkeiten und alles Neue in mich aufsaugen. Das war doch der Grund, warum man überhaupt in fremde Länder reist – neue Erfahrungen!

In diesem Moment war alles perfekt, mein Traum war in Erfüllung gegangen.

Doch noch war ich nicht am endgültigen Ziel angekommen und als wir durch das Tor auf das Grundstück der Missionare fuhren wurde ich nochmals sehr nervös.

Aber das Bild was sich mir bot war bezaubernd. Alle Mädchen standen versammelt, mit Blumen und einem weißen Lächeln im Gesicht im Eingang, um mich zu begrüßen.

Ihre leuchtend bunten Kleider und die langen schwarzen Haare, sahen aus wie aus einem Werbekatalog für eine Traumreise nach Indien.

So begann mein  halbes Jahr in einer neuen, fremden Welt, die mir ein zweites zu Hause geworden ist.

Es gibt einen festen Tagesablauf in Abba Karun Nivas (auf Deutsch: Das Haus unseres Himmlischen, barmherzigen Vaters), dem Haus für mehr als 30 Mädchen.

Alle stehen zusammen auf Beten und Frühstücken gemeinsam, um danach zum College zu gehen.

Nur die Mädchen, die das erste Jahr in dem Haus verbringen, bleiben zu Hause, um ihre Englischkenntnisse zu verbessern und das Mittagessen zu kochen.

Ich hatte die Aufgabe jeden Tag zwei Stunden Englischunterricht zu geben, beim Mittagessen zu helfen und auch sonst die Mädchen bei allem zu begleiten, was sie taten.

Der Englisch Unterricht, soll den Mädchen nach einem Jahr intensivem Lernen ermöglichen, ins College gehen zu können und die bestmögliche Bildung zu erhalten.

Daher wird im Haus fast ausschließlich Englisch geredet.

Für meine Bemühungen eine gute Stunde vorzubereiten, wurde ich immer belohnt. Am Anfang hat mich diese ehrliche Dankbarkeit der Mädchen überwältigt.

Doch sie half mir wesentlich, mich in meine Aufgaben einzufinden und ich schloss alle schnell ins Herz.

Nach dem Mittagessen haben wir alle zusammen die Massen und Berge an Geschirr gespült und hatten dann eine Stunde Pause, in der ich meist geschlafen habe.

Nach der Mittagspause ging es nach draußen in den großen Garten, der das Haus komplett umhüllt.

Und es war nicht einfach sich um so eine große Fläche zu kümmern und diese sauber zu halten.

Blätter fegen, Bäume beschneiden, Rasen mähen und natürlich alles gießen…

Die Arbeit hört eigentlich nie auf, aber wenn ich während der Arbeit die Natur und Pflanzen auf mich wirken gelassen habe, habe ich mich wie in einem Paradies gefühlt.

Überall blühen die exotischen Blumen, die verschiedensten Vögel zwitschern und es ist angenehm kühl durch den Schatten der Palmen.

Am Nachmittag wird gemeinsam die Messe gefeiert und anschließend zu Abendbrot gegessen.

Der Abend gestaltet sich dann doch immer ein bisschen unterschiedlich.

Viele der Mädchen lernen fürs College, manchmal wird ein Film für alle gezeigt, oder es gibt weiteren Sprachunterricht in Spanisch oder Französisch.

Im August fand eine Versammlung der Idente Jugend aus ganz Indien in Kochi statt, als Vorbereitung für das nächste Universale Jugendparlament 2014 in Berlin.

Die Jugendlichen kamen unteranderem aus Delhi und Bangalore.

Es wurden die Probleme der Jugend in ganz Indien angesprochen, thematisiert und diskutiert.

Für mich war es sehr beeindruckend zu sehen, wie engagiert  die Inder sind, die Gesellschaft, in der sie leben, zu verbessern und zu verändern.

 

Ich habe mit einigen Mädchen angefangen regelmäßig zu basteln. Dabei sind Perlenanstecker, Lesezeichen, Schachteln und noch vieles weitere entstanden.

Ein besonderes Projekt wurde der Adventskalender, den ich nur mit meiner Englischklasse vorbereitet habe.

Jeder durfte ein Fenster öffnen und es war eine große Freude zu sehen, wie neugierig und wie viel Spaß sie dabei hatten.

Außerdem haben wir den gesamten Dezember neue Figuren für eine große Krippe draußen aus Draht und Pappmaschee gebastelt.

In der Zeit, die ich in Indien verbringen durfte, gab es viele verschiedene Feste und Feiern, an denen ich teilgenommen habe.

Die indische Kultur, habe ich als eine Mischung aus vielen verschieden Religionen und auch Traditionen empfunden, die sich miteinander verbinden oder nebeneinander bestehen.

Alle feiern alle Feste, egal welcher Religion sie angehören, ob Hindus oder Muslims oder Christen. Das Weihnachtsfest wird genauso gefeiert, wie das Devali (Lichterfest) der Hindus.

Ich hatte das Vergnügen das Onam Fest zu feiern, was ein typisches Fest für Kerala ist.

Das war auch meine erste Begegnung mit typisch indischem Essen = scharf!

In Abba Karun Nivas gibt es jeden Tag mittags und abends Reis, aber durch die unterschiedlichen Currys, die immer frisch zubereitet sind, konnte ich mich auch daran schnell gewöhnen.

Ich habe die Missionare auch auf zwei Reisen begleiten dürfen.

Die eine Reise ging nach Coimbatore, wo wir zwei Mädchen abgeholt haben.

Die meiste Zeit haben wir im Zug gesessen und ich habe jede Minute genossen und die Landschaft bewundert. Die Züge sind ein wenig ähnlich zu Viehtransportern, aber so hat die Fahrtluft ständig durch den total überfüllten Wagon geweht.

Es war ein einmaliges Erlebnis, das ich jederzeit wiederholen würde.

Meine zweite Reise ging weiter in den Süden nach Thrivandrum. Diese war natürlich auch mit einer ziemlich langen Zugfahrt verbunden, aber die Unbequemlichkeiten wurden durch einen kurzen Besuch eines Hindu Tempels wieder entschädigt.

Als ich meine freiwillige Arbeit in Abba Karun Nivas beendet hatte, bin ich noch eine Woche nach Delhi geflogen und konnte da meinen touristischen Interessen freien Lauf lassen. Neben dem Taj Mahal habe ich den Akshardam Temple gesehen und natürlich auch das Gate of India.

Nach einem halben Jahr im fernen Osten musste ich wieder nach Deutschland zurückkehren, aber ich werde diese Zeit niemals vergessen.

Ich habe sehr viel bekommen und gelernt, abgesehen davon, dass ich gelernt habe wie man eine Kokosnuss aufschlägt, einen Saree wickelt und einen Fisch ausnimmt, habe ich die Fröhlichkeit und Zufriedenheit, die viele Menschen auch nur mit kleinen Dingen haben, erfahren.

 

Ich habe dadurch eine andere Sichtweise auf die Welt und ihre Probleme bekommen, die ich sehr wertschätze und die mich mein Leben lang begleiten wird. 

Wir haben hier jedenfalls eine sehr schöne und gnadenreiche Heilige Woche erlebt. Auch wenn mir ein paar marbacher Traditionen ein bisschen gefehlt haben wie Klappern und vor allem der Dienst am Altar, bin ich sehr froh, die Kar- und Ostertage hier in Kamerun mit den Schwestern und Brüdern verbracht zu haben. An Traditionen fehlt es hier jedenfalls nicht. Ich dachte, dass die Fastenzeit schon sehr laut und lebhaft war, aber die Osterfeiern haben das ganze noch getopt. Wer nach diesen Messen nicht mitbekommen hat, dass Christus wahrhaft auferstanden ist, dann weiß ich auch nicht weiter…

Alles fing an am Palmensonntag mit einer sehr schönen Messe, einer Palmprozession mit echten! Palmzweigen und einem nachmittäglichen Spaziergang zwischen Palmen, Mango- und Bananenbäumen.

Ich habe eine Deutsche kennengelernt, aus dem wunderschönen Hofgeismar, die hier ein Praktikum im Krankenhaus macht, aber diese Woche schon wieder heimfährt. Das lustige ist, dass sie fast so alt wie ich ist und auch fast genauso aussieht. Die Kameruner hielten und jedenfalls für Zwillinge oder zumindest Schwestern.

Donnerstag, Freitag und Samstag hatten wir jeweils vormittags eine Art Glaubenskurs mit Katechesen (Eucharistie, Leiden und Auferstehung) und Gebet, zu dem wir die Brüder und engsten Gemeindemitglieder eingeladen hatten.

Für die Abendmahlsfeier war ich in Soa und habe mit den Studenten die Eucharistie als großes Geschenk gefeiert. Karfreitag war ich zur Liturgie in unserer Pfarrei. Alles, was es dort an Traditionen gibt, wurde in die Liturgie integriert oder hinzugefügt. Alles war echt gelungen, aber dadurch das nicht nur die Kirche gestopfte voll war, sondern auch das ganze Gelände drumherum, hat halt alles ein bisschen länger gedauert: 4 Stunden!

Eine Tradition ist zum Beispiel, dass alle Gruppen der Pfarrgemeinde (und das sind sehr viele) tanzen, sich als eine Person des Neuen Testaments vorstellen und den Priester fragen, warum Christus sterben musste. Eine andere Tradition war, dass die Passion in Ewundo (das ist die traditionelle und geläufige Sprache hier) gesungen und gespielt wird. Die Lesungen und das Evangelium sind hier generell immer bilingual à Manguier in französisch und ewundo und in Soa auf Französisch und Englisch.

Samstagabend haben wir dann die Osternacht gefeiert und das war wirklich eine Feier! Mit ganz vielen Katechumenen, die Taufe und Eucharistie empfangen haben. Es war sehr schön, die Kirche so schnell und großartig wachsen zu sehen. Das Exultet wurde vom Chor Ewundo mit Tanz um den Altar gesungen, einfach der Wahnsinn, alles tanzt und singt. Auch haben wir gesehen, dass Christus wirklich das Licht ist, was nie verlöscht und in aller Finsternis leuchtet: Mitten während der Predigt hatten wir Strom- und somit auch Mikro- und Lichtausfall. Die ganze Kirche war stockfinster, nur die Osterkerze hat noch gebrannt. Voilà, la lumière dans toutes les ténèbres.

Sonntagmorgen war ich dann wieder bei den Studenten in der Messe, wo wir noch zwei Kindertaufen hatten und wunderbaren Chorgesang! Justo, ein Priester von uns, hat in seinen Dankesworten erwähnt, dass es so schön war, dass selbst die Deutsche, die unter euch ist, die Chöre am liebsten einpacken und mit nach Deutschland nehmen würde. Und das stimmt!
Im Anschluss an die Messe, haben wir uns noch mit den Studenten im Pfarrzentrum getroffen und gemeinsam Ostern mit Essen und Gesang gefeiert.

Abends kamen dann die Brüder zu uns Schwestern, wir hatten einen kleinen Impuls, ein gemeinsames Osterabendessen und einen Bunten Abend. An gutem Essen, guter Laune und Auferstehungsfreude hat es jedenfalls nicht gemangelt!

Heute ging dann schon wieder der Alltag mit Schule und Co los. Was mich sehr gefreut hat, dass ich heute sogar wirklich unterrichten durfte: In einer Troisième (ca. 8. Klasse), 2 Stunden und vor über 120!! Schülern.

„Ans andere Ende der Welt“


20.09.15, 7:35 Uhr – der Flieger hebt ab, es gibt kein Zurück mehr. Erst Madrid, dann direkt über den atlantischen Ozean nach Lima – ans andere Ende der Welt. Meine Gefühle waren unbeschreiblich. Das erste Mal so weit weg von meiner Familie und von allem, was ich kannte. Es kam mir vor, als würde mich jemand ins kalte Schwimmbecken hinein werfen, ohne dass ich schwimmen konnte. Mit einem Wörterbuch, in dem als Lesezeichen Fotos von meinen Liebsten hinein gelegt waren und meinen Notizen aus dem Spanischunterricht saß ich am riesigen Flughafen in Madrid, neben mir, hinter mir, vor mir, kleine sympathische dunkelhaarige Menschen mit einem von mir deutlich dunkleren Hautteint – „ich wette, das sind Peruaner“. Trotz der vielen Ängste und Sorgen hatte ich tief in mir verankert eine unglaubliche Vorfreude auf all das, was mich die nächsten zwei Monate lang erwarten wird. Insgesamt 18 Stunden dauerte es, bis ich am Flughafen in der Hauptstadt Perús landete. Alles Negative verschwand, als ich die glücklich strahlenden Gesichter und die offenen Arme von Schwester Pilar und Schwester Miriam sah. Sofort war mir klar – ich bin hier willkommen und es war die absolut richtige und einzige Entscheidung sich auf diesen Plan Gottes einzulassen. Lima ist eine verrückte, lebendige und interessante Stadt an der Küste des pazifischen Ozeans. Offiziell leben hier ca. 9 Mio. Einwohner, das Klima ist trotz der Nähe zum Meer sehr trocken und im Frühling herrschen ziemlich milde Temperaturen um die 15 Grad Celsius – ein angenehmes Klima auf Meeresspiegelniveau trotz einer Wolkendecke, die ab und zu einige direkte Sonnenstrahlen durchlässt. Am zweiten Tag meines Aufenthalts bei den Missionarinnen Identes in einem wunderschönen Haus, im Stadtbezirk Magdalena del Mar, war es soweit – mein erster Tag an der Schule „Colégio de Nuestra Señora de la Luz“. Ich wurde offiziell allen Schülern vorgestellt und bekam einen „Arbeitsplan“ von Schwester Patricia – der Direktorin der Schule. Ich arbeitete mit den Kleinsten in der „Cuna“, half im Englischunterricht der Miss Anita in den Grundschulklassen und als meine Spanischkenntnisse besser wurden, erzählte ich in Geschichts- und Geographiestunden der Secundaria (Oberschule) über Europa. Peruanische Kinder sind temperamentvoll, kreativ, herzlich und ehrlich. Vom ersten Moment an faszinierte mich ihre Freude, Spontanität und Liebe, die sie alle ohne Ausnahme mir gegenüber ausstrahlten. Die Schule ist keine Institution, es ist eine Gemeinschaft in der jeder seinen Platz hat, man sich gegenseitig hilft und den „Spaß seines Lebens“ hat. Lehrer untereinander, Lehrer mit Schülern, Lehrer mit Eltern, alle untereinander begrüßen sich mit einem „besito“ – einem schnellen Wangenkuss. Diese Geste bricht Mauern der Persönlichkeit und ermöglicht ein familiäres und offenes Verhältnis zu allen. Auch ich wurde sofort in diese Gemeinschaft mit einbezogen. Trotz meiner Sprachbarriere hatte ich immer das Gefühl ein Teil von dieser Schule zu sein und dazu zu gehören. Nie war ich alleine auf mich gestellt und nie fehlte mir die Motivation. Jeden Morgen freute ich mich auf den herzlichen Empfang der Lehrer und Eltern und auf die strahlenden Augen der Kinder. All das, was ich von den Menschen dort bekommen habe, konnte ich nicht einmal im kleinsten Teil durch meine Arbeit kompensieren. Trotzdem erfuhr ich von ihnen eine enorme Dankbarkeit für jede Tätigkeit, für mein einfaches Dasein, für meine Zeit und Energie. So neugierig, wie ich war, waren auch alle, die ich kennenlernen durfte. „Wie ist es wenn es schneit?“ „Wie sieht ein richtiger Weihnachtsbaum aus?“ „Wie ist das Essen in deinem Land?“ „Wie sagt man Guten Tag in deiner Sprache?“ „Sehen alle Menschen in Europa so aus, wie du?“ Solche und hunderte anderer Fragen beantwortete ich regelmäßig in Einzelgesprächen und während der Hofpausen. Die Zeit mit den Kindern öffnete meine Augen auf wichtige Dinge im Leben, auf das Glück der einfachen Dinge und Gesten, das im Trubel des Alltags so oft übersehen wird. Die Missionarinnen, bei denen ich während meines Freiwilligendienstes wohnte, sind Menschen, die man so einfach nicht mit Worten beschreiben kann. So, wie ich dort aufgenommen wurde, so, wie sie sich um mich kümmerten, überschritt all meine Erwartungen. Ich war nicht nur Gast, sondern ein Familienmitglied. Ich hatte Sicherheit, immer ein offenes Ohr und all meine Bedürfnisse wurden respektiert und berücksichtigt. Ich fühlte, dass diese wertvollen Personen in kürzester Zeit meine neuen Schwestern geworden sind, mit denen ich alles teilen konnte und die mit mir alles teilten. Ich danke Gott dafür, dass ich jede von ihnen kennenlernen durfte. Während der kurzen Ferien bereiste ich mit zwei anderen Freiwilligen aus der Slowakei eine Woche lang die peruanischen Anden, besuchte viele interessante Orte des ehemaligen Inkaimperiums und entdeckte den kulturellen und natürlichen Reichtum dieses wunderschönen Landes. Mein zweiter Ausflug ging nach Loja, nach Ecuador zum südamerikanischen Parlament der Idente Jugend. Dort lernte ich viele junge Leute aus ganz Südamerika kennen. Wir tauschten uns über viele gesellschaftsrelevante Themen aus und verbrachten gemeinsam eine fantastische Zeit. Es waren die intensivsten zwei Monate meines Lebens und ich weiß, dass es noch viele Dinge gibt, die mir erst mit der Zeit klar werden. Ich danke den Missionarinnen in Berlin, die mich auf diese Erfahrung vorbereiteten und den Missionarinnen in Peru für alles, was ich im Herzen trage. 20.11.15 – meine Reise ist zu Ende. Ich steige in den Flieger mit einem Koffer voller Geschenke, einem Rucksack voller Früchte aus dem peruanischen Regenwald und einigen Glückstränen, denn ich habe am anderen Ende der Welt ein zweites zu Hause gefunden. Paulina